Transfer-Glossar: Was bedeuten eigentlich Outplacement, NewPlacement oder Transfer-KuG? 

AA - Arbeitsagentur; siehe auch BA
 

ALG 1 - Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung der deutschen Arbeitslosenversicherung, welche bei einem Verlust des sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes gezahlt wird. Im Regelfall beträgt dieser Anspruch 12 Monate, bei älteren Arbeitnehmern können bis zu 24 Monate zusammenkommen (vgl. SGB III).

ALG 2 – Das Arbeitslosengeld II („Hartz 4“) ist anders als das ALG 1 eine nicht befristete Leistung, welche  die Grundsicherung von Arbeitsuchenden oder auch Arbeitenden dient, sofern diese ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht komplett selbst decken können.
 

Aufstockungsbeitrag – In der Regel eine freiwillige finanzielle Zusatzleistung von personalabbauenden Unternehmen, um seinen an eine Transfergesellschaft überstellten Mitarbeiter das Transferkurzarbeitergeld (siehe: T-KUG) aufzustocken.
 

AÜG - Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, vgl. AÜG

 

AZAV - Verordnung über die Voraussetzungen zur Akkreditierung sog. „fachkundiger Stellen“ zur Zulassung von Trägern von Transfermaßnahmen wie Outplacement- oder Transfergesellschaften und anderen Maßnahmen der Arbeitsförderung nach SGB III.

 

BA - Bundesagentur für Arbeit

 

beE - Steht für eine „betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit“ Transfergesellschaften sind bspw. externe beE, welche durch das personalabbauende Unternehmen finanziert werden.

 

Betriebsparteien - Vertragsschließende Partner sind Arbeitgeber und - sofern vorhanden - der Betriebsrat (in Unternehmen ohne BR entsprechend der jeweilige Mitarbeiter sowie  ggf. auch die entsprechende Gewerkschaft, sofern ein Sozialplan als Tarifvertrag abgeschlossen wird („Tarifsozialplan“)

 

Dreiseitiger Vertrag - Verbindliche Vereinbarung zwischen dem personalabbauenden Unternehmen als Auftraggeber und Finanzier, dem Transferanbieter, i.d.R. eine Newplacement- / Outplacement-Beratung, Transferagentur oder Transfergesellschaft, sowie dem oder der zu kündigenden Arbeitnehmer/in. 

 

Eigenbeteiligung - Mindestens 50 prozentige Kostenbeteiligung des personalfreisetzenden Unternehmens an den Transferkosten. 

 
Einstiegsprämie - Manchmal im Rahmen eines Transfersozialplans zugesicherte Sonderprämie, um freizusetzenden Arbeitnehmer zum Eintritt in eine Transfergesellschaft zu bewegen.
 

ePlacement; auch: Online-Outplacement. Bereits in 2001 von JOBHUNTERS.Online-Gründer Christian Böhnke entwickelter Ansatz, durch die kostensparende Virtualisierung des Kontaktes zwischen Outplacementberater und Klient Individual-Outplacement (vgl. Einzel-Outplacement) auch unterhalb der Managementebene einsetzbar zu machen.  

 

Gruppen-Outplacement - Primär aus Kostengründen bei Mehrfach-Entlassungen eingesetztes Transferinstrument. Besteht i.d.R. aus Bewerbungstrainings in Seminarform von 10-25 Mitarbeitern; manchmal kombiniert mit einigen Einzelgesprächen.  

ESF - Europäischer Sozialfonds. 

 
IInteressenausgleich - Arbeitsrchtliches Instrument der betrieblichen Mitbestimmung (vgl. § 112 BetrVG). Soll der Vermeidung von wirtschaftlichen Nachteilen für von Personalabbau bzw. von betrieblichen Restrukturierungen betroffenen Mitarbeitern dienen.

 

KUG - Kurzarbeitergeld; auch: Transfer-KUG

 

NewPlacement - Siehe: Outplacement bzw. Outplacementberatung.

 

Outplacement - auch: NewPlacement oder Outplacementberatung; ein ehm. aus den Vereinigten Staaten stammender Ansatz, um Personalabbau sozialverträglich zu gestalten, in dem man den betroffenen Mitarbeitern professionelle externe Outplacement-Berater zur Seite stellt, welche bei der beruflichen Neupositionierung helfen.

 
Profiling; auch: IST- oder Statusanalyse - Systematische Aufnahme des aktuellen Status´eines Klienten im Rahmen von Outplacement- oder Transfermaßnahmen zur Standortbestimmung. Bei Transfergesellschaften zwingend vorgeschrieben vor einem Wechsel in die beE. 
 
Qualifizierungsbudget - Finanzielle Mittel, welche z.B. im Transfersozialplan für eine Weiterbildung bzw. -Qualifizierung der betroffenen Mitarbeiter zur Verfügung stehen. 

 
Sozialplan - Anders als der Interessenausgleich ist ein Sozialplan unter bestimmten Voraussetzungen über Einigungsstelle erzwingbar. Beinhaltet Maßnahmen zur Abfederung  der durch Personalabbau / Restrukturierung entstehenden Lasten für die Betroffenen; bspw. Abfindungen, Out- bzw.NewPlacement oder sonstige Transferleistungen.
 
Sprinterprämie - Finanzieller Anreiz, um durch einen zügige Aufnahme einer externen Neubeschäftigung die Kosten für eine Transfermaßnahme wie Out- / Newplacement zu reduzieren. 

 
Transferagentur - Eine Transferagentur ist eine vom personalabbauenden Unternehmen beauftragte Transfer- oder Outplacementberatung, welche die vom Personalabbau betroffenen Mitarbeiter betreut und zu einem neuen Beschäftigungsverhältnis vermitteln soll. 

 

Transfergesellschaft - Arbeitsmarktpolitisches Instrument, welches auf § 111 SGB III basiert (bis 2012: § 216 b SGB III a.F.). Transfergesellschaften sollen bei Personalabbau die betroffenen Mitarbeiter als eigenständige betriebliche Einheit für höchstens 12 Monate befristet zu reduzierten Gehältern aufnehmen und im Idealfall während dieser Laufzeit in ein neues Arbeitsverhältnis vermitteln. Aufgrund von häufig relativ mauen Erfolgsquoten häufig als "Mitarbeiter-Parkplatz" verspottet.  

 

Zieldefinition - Üblicherweise die zweite Phase einer Outplacement-Maßnahme nach dem Profiling ("Statusanalyse"). Definiert und gewichtet unterschiedliche Zielszenarien. 

 

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